WÄCHTER DER WACHAU
Josef Pegler

VERNISSAGE - Do 16.6.2022 19:00 Uhr

ERÖFFNUNGSTAGE
Fr 17.6 2022 - 15:30 - 19:00 Uhr
Sa 18.6.2022 10:30 - 19:00 Uhr
So 19.6.2022 15:30 - 19:00 Uhr

FINISSAGE - Do 14.7.2022 18:00 Uhr (Josef Pegler ist anwesend)

AUSSTELLUNGSDAUER - Do 16.6 - Do 14.7.2022



Die Weltkulturerbe-Region Wachau, zu der Josef Pegler seit seiner Schulzeit eine besondere Beziehung hat, ist steter Anziehungspunkt für seine ausgedehnten‬‪ Wanderungen mit der Kamera.‬

Das Hauptaugenmerk bei den Arbeiten der Ausstellung liegt auf der ursprünglichen Fels- und Waldlandschaft, einer eher weniger bekannten Seite der Wachau. Für den Fotografen ergeben sich drei Themenschwerpunkte – der verwitterte Fels, das Leben auf diesem und der Raum bzw. die Inspiration, die diese Felslandschaften mit ihrer Pflanzenwelt für die eigene Fantasie bieten.

Die von der Donau angeschnittenen Gesteine in der Wachau gehören zur böhmischen Masse, welche im Erdaltertum Teil eines uralten, einst sehr mächtigen Hochgebirges war. Von diesem gewaltigen Gebirgsmassiv, das so hoch wie der Himalaja gewesen sein dürfte, ist nur mehr das Fundament vorhanden.

Gekocht, gepresst, verformt, aufgefaltet, verschoben, umgewandelt, überlagert, gehoben, verwittert durch chemische, mechanische und organische Einflüsse, abgetragen und abtransportiert – das oftmals bizarre Ergebnis ist auch Gegenstand zahlreicher Sagen und Märchen.

An vielen Orten wirken die Felsen wie von Geisterhand zusammengesetzt, sagenhafte Felsformationen sind zu finden und Gesteinsblöcke liegen wie gestapelte Kissen übereinander. Es heißt, wer innehält und sich behutsam bewegt, findet vielleicht ein Fabelwesen, das seit langer Zeit in den Wäldern lebt - Kobolde, Elfen, Baumgeister oder andere Sagengestalten, Schutzwesen dieser Landschaft. Zudem scheinen manche Orte von finsteren Dämonen bevölkert zu sein.

Zwischen den Felsen wachsen Bäume, durch Wind und Wetter gezeichnet. Immer wieder finden sich Exemplare, deren Stämme wie von einer Riesenhand mehrmals um die eigene Achse gedreht wurden. Einzig die Wurzeln der Rotföhre finden auf den Felsen genügend Nährstoffe in den Ritzen und Spalten, um überleben zu können. Dieser Baum, der an anderer Stelle mehr als zwanzig Meter hoch werden kann, wächst hier nur in ausgeprägter Kriechform.

Die Kleinwüchsigkeit, das knorrige, vernarbte, verkrüppelte und windgepeitschte Aussehen mutet asiatisch an und erinnert an japanische Kunstformen. Trotz ihrer Zierlichkeit tragen sie entscheidend dazu bei, den Stein zu brechen und zu spalten.

Die Bilder entstanden südlich und nördlich der Donau im Bereich des breiten Bandes aus Gföhler Gneis, welches die Donau bei Dürnstein schneidet. In den Hängen tritt dieses quarzreiche Urgestein am eindrucksvollsten hervor, Verwitterung und Abtragung haben hier die schönsten Felsbildungen entstehen lassen.

Der Winter mit dichtem Nebel, Kälte, Feuchtigkeit, Schneefall, finsterem Tageslicht und Einsamkeit verstärkt den mystischen Eindruck den dieser Teil der Wachau mit ihrem ganz eigenen Zauber hinterlässt.

Josef Pegler, September 2021




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