Geboren am 15.12.1962 in Freistadt/Oö. und wohnhaft in St. Georgen an der Gusen/Oö. Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität/Linz und seit 1993 als Personaljurist bei der Stadt Linz bzw. seit 2004 im nunmehrigen Kepler Universitätsklinikum beschäftigt.
Von 1982 bis 1984 Besuch des Ausbildungslehrganges „Jazz und Popularmusik“ am (damaligen) Bruckner Konservatorium bei Adelhard Roidinger.
Von 1992 bis 1995 Studium der Fotografie an der Prager Fotoschule in Tschechien (Prag und Budweis) bei Prof. Dr. Vlašek und Prof. Smok. Nach erfolgreichem Abschluss der Schule in Tschechien Gründung und Aufbau der Prager Fotoschule/Österreich auf Schloss Weinberg/Kefermarkt gemeinsam mit Sepp Puchner.
Seit 1995 Lehrbeauftragter an der Prager Fotoschule/Österreich für die Fächer „Theorie und Ästhetik der Fotografie bzw. Urheberrecht in der Fotografie“.Von 2000 bis 2010 künstlerischer Leiter der Prager Fotoschule/Österreich.
Seit 2016 Mitglied bei der Fotografischen Gesellschaft Oberösterreich. Seit 2020 Gastvortragender zum Thema Modefotografie an der Höheren Bundeslehranstalt, Fachschule und Kolleg für Mode in Graz.
Seit 2024 Studium der Kunstwissenschaften und Philosophie an der Katholischen Privatuniversität Linz.
Verschiedene fotografische Ausstellungen in Oberösterreich (insbesondere Brauhaus-galerie Freistadt, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Linz, Schloss Puchenau, Bruckmühle Pregarten, Musikschule der Stadt Linz, Galerie Spectrum im Landesdienstleistungszentrum Linz, Galerie Halle (Waltraut Scheutz) in Linz, Galerie Schloss Weinberg, AK-Bildungshaus Jägermayrhof Linz, Oö. Kulturquartier, Tschick Galerie/Tabakfabrik Linz.
Fotografische Veröffentlichungen:
2005: Lehrbuch „Theoretische Grundlagen der Prager Fotoschule Österreich“ im Verlag Denkmayr, ISBN 3-902488-46-8
2013: Fotobuch „Freistadt“ im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0696-4 gemeinsam mit Otto Ruhsam (anlässlich der Landesausstellung 2013 in Freistadt)
Der Großteil seiner Fotografien entsteht auf Reisen, wobei das Wertvollste beim Fotografieren in der Ferne neben der Sammlung von neuen Erfahrungen vor allem das Verlieren im Hier und Jetzt ist. Es geht nicht darum, an Dingen festzuhalten, sondern sie loszulassen.
Sein Interesse in der Fotografie gilt „den Schaltstellen in der Organisation unserer Gesellschaft" wie zum Beispiel der vom Menschen gestalteten Landschaft und Architektur, der Konsum- und Freizeitgesellschaft. Im Vordergrund steht dabei nicht das momentane menschliche Tun, sondern seine Spuren aus früherem Handeln. Es geht um das Verschwinden von Dingen und Zuständen bevor sie verschwinden, das, was bald nicht mehr da ist. Seine fotografische Arbeit beginnt meist dann, wenn die Menschen noch nicht da sind oder wieder weg sind. Es geht um das, was übrig bleibt und was die Menschen liegen lassen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in seiner Fotografie ist die Analyse ihrer Beziehung zur Wirklichkeit. Durch die nachträgliche Bearbeitung des fotografischen Bildes wird es aus seiner unmittelbaren kausalen Bindung an eine vorgegebene Realität herausgelöst und in Übereinstimmung zur künstlerischen Vorstellung gebracht. Das fotografische Bild pendelt somit zwischen abbildender Realität und gestaltender Wirklichkeitskonstruktion. Einerseits ist es ein Index der Wirklichkeit, anderseits die Erschaffung einer Bildkonstruktion nach den eigenen künstlerischen Intentionen. Die Generierung hebt das Authentische im Foto nicht auf, sondern macht es erst sichtbar, der Hinweis auf „ein so könnte es gewesen sein" im Sinne von Roland Barthes bleibt offensichtlich. Das fotografische Medium verharrt somit in einer Zwitterstellung zwischen Kopie und Erfindung, die Fotografie wird zum Spiel mit Wahrscheinlichkeiten, Übertreibungen, Auslassungen und Zweideutigkeiten und der Betrachter gleichsam in das Wahre hineingetäuscht.
Ausstellungen Tummelplatz Galerie
Der Urbane Baum - 02.07.26 - 30.07.26
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